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Blawging Lawyers Online Kurs — Handakte WebLAWg

August 19th, 2009 Posted in Allgemein
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Die juristische Fortbildung findet in Deutschland überwiegend auf Präsenzveranstaltungen statt. Das gilt auch für nicht-juristische Fortbildungstermine für Juristen, die beispielsweise das betreffen. Veranstalter sind meistens die üblichen Seminaranbieter, daher auch die althergebrachten Formate. Neben den meist üppigen Seminargebühren fallen Reisekosten und –zeiten an.

Alternativen sind Online-Konferenzen und –Langzeitkurse. Hierzu zählt auch „Blawging Lawyers“, ein englischsprachiges, sechsmonatiges Lern- und Coachingprogramm.

Was ist Blawging Lawyers

Im Februar 2009 öffnete der Online-Kurs „Blawging Lawyers“ erstmals seine Pforten. Geleitet von dem ehemaligen Anwalt und jetzigem Coach Grant Griffith sowie dem Blogging- und Socialmedia-Experten Michael Martine soll den Teilnehmern ein umfassendes Wissen im Bereich „Marketing mit Weblogs für Juristen“ vermittelt werden.

Zielgruppe

Der Kurs wendet sich primär an Anwälte, unter den Teilnehmern waren aber auch Kanzleimitarbeiter, virtuelle AssistentInnen und im tätigen Personen. Die grundsätzlichen Inhalte gelten ohnehin für jeden, der sich beruflich im Internet mit einem Weblog profilieren will. Die Lektionen gehen aber auf spezielle, für Anwälte relevante Fragestellungen ein. Ob die Teilnehmer Blog-Neulinge oder alte Hasen sind, spielt für den Kurs keine Rolle, da die Themen aufeinander aufbauen und auch ein Grundlagentraining mit Bildschirm-Tutorials für Wordpress enthalten ist.

Blawging Lawyers Overview

Blawging Lawyers Overview

Inhalte: Themen und Umfang

Der Kurs umfasst 27 wöchentliche Blog Marketing Lektionen, die nach und nach für die Teilnehmer freigeschaltet werden.

  1. Nach einer Einführung in das Thema „ für Anwälte“ erlernen die Studenten die Grundlagen eines sinnvoll aufgesetzten , inklusive eines passenden Domainnamens und den richtigen Massnahmen für den Bloglaunch.
  2. Weiter geht es mit Suchmaschinen-Optimierung, der Suche nach den passenden Themen, wie man mit einer Schreibblockade umgeht und das Bloggen organisiert, damit es nicht nach spätestens drei Monaten im Sande verläuft.
  3. Es folgt ein Block Mandantengewinnung, Statistik und Social Media für Juristen. Verschiedene Web 2.0 Dienste werden vorgestellt und wie sie sich für Anwälte nutzen lassen. Ethische Aspekte, Online- und Offline-Netzwerke als Werbemittel sowie die Integration eines in eine bestehende Kanzleiseite vertiefen die gelernten Inhalte.
  4. Wer den Kurs bis zu diesem Punkt durchgearbeitet hat, verfügt nicht nur über ein eigenes Blog, sondern auch über profundes Wissen über Blogtechnik und Internetmarketing. Die anschließenden Themen sind quasi der „Fortgeschrittenen“-Teil: Email-Marketing, Richtiges Schreiben für das Web, Videos effektiv einsetzen und das Blog auch offline bewerben.

Die Lektionen sind im Schnitt 6-10 Seiten lang. Zu den meisten Themen gehören Audio-Beiträge mit vertiefenden Diskussionen der Autoren Grant Griffith und Michael Martine. Zu den Audios sind Transkripte verfügbar, die jeweils ca. 20-30 Seiten umfassen. Sprachlich sind alle Texte gut verständlich. Wer bereits im englischsprachigen Internet unterwegs ist, wird auf wenige Probleme stoßen.

Neben den Lektionen stehen noch die bereits erwähnten Bildschirm-Tutorials für Wordpress sowie mehrere Interviews mit erfolgreichen „Blawging Lawyers“ im Studentenbereich zur Verfügung. Für den Austausch und gegenseitige Hilfestellung gibt es ein Forum.

Bei Bedarf werden auch Live-Telefonkonferenzen angeboten. Für Studenten, die wegen der Zeitverschiebung nicht persönlich teilnehmen können, stehen Mitschnitte zum Download zur Verfügung.

Warum habe ich teilgenommen

Da in Deutschland ein entsprechender Kurs für „Bloggende Anwälte“ nicht angeboten wurde, war ich einfach neugierig, wie die Inhalte vermittelt werden und ob ich als Bloggerin mit 10 Jahren Erfahrung und langjährige Bürovorsteherin noch etwas dazu lernen könnte. Das Juristenmarketing hat einige Besonderheiten – sowohl rechtlich als auch psychologisch. Auf die deutschen Eigenheiten ist der Kurs naturgemäß nicht eingegangen. Die inneren Widerstände der eingeborenen Anwälte gegen ein modernes Marketing lassen sich auch nicht mit einem Kurs überwinden. Wer mit den neuen Medien groß geworden ist und erst zu Zeiten eines gelockerten Werberechts für Anwälte in den Beruf gestartet ist, wird sich mit dem Thema „Blawging Lawyers“ in Deutschland leichter tun.

Fazit

Mir hat der Kurs Spaß gemacht. Der Lern- und Leseaufwand war angemessen, wobei ich generell die Audios zu den Lektionen nur als Transkription durchgearbeitet habe, damit ich mir auch Notizen machen kann. Die Umsetzung des gelernten Stoffes in die Praxis ist unterschiedlich aufwändig, je nachdem, auf welche Basis (Blog vorhanden/neu) man als Kursteilnehmer zurück greifen kann. Aber eines sollte klar sein: der Kurs ist nicht als reine Theorie gedacht. Ohne Umsetzung in die Praxis nützt das beste Wissen nichts.

Mit einem Preis von 395 USD (Einmalzahlung) bzw. 492 USD (in 6 Raten) kostet der Kurs weniger als die meisten hiesigen Tagesveranstaltungen für Anwälte. Das Preis-Leistungsverhältnis ist äußerst günstig, wenn man mal den eigenen Stundensatz oder jenen der Kursleiter für eine Coachingstunde als Maßstab heranzieht. Mit den angebotenen Online-Konferenzen, in denen man Grant Griffith und Michael Martine mit Fragen zum Online- löchern kann, ist der Kurs ein echtes Schnäppchen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich.

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