Pfandhaus

Um ein Pfandhaus zu eröffnen wird eine behördliche Erlaubnis benötigt. Diese wird erteilt, sobald geordnete finanzielle Verhältnisse und eine gewerberechtliche Zulassung nachgewiesen wurden. Bei einem Pfandhaus handelt es sich um den umgangssprachlichen Begriff für Pfandleihanstalten.

Dabei handelt es sich um die gewerbemäßige Vergabe von Krediten gegen die Übergabe eines Wertgegenstandes. Die Hinterlegung dieses Wertgegenstandes wird Pfand genannt. Der ganze Vorgang ist rechtlich gesehen eine Verpfändung. Der Verpfänder muss persönlich erscheinen und sich mit einem amtlichen Ausweisdokument ausweisen. Eine Bonitätsauskunft oder Sicherheit benötigt er aber nicht.
Das Darlehen wird normalerweise in Höhe von 25 bis 50 Prozent des aktuellen Wertes des hinterlegten Gegenstandes gewährt.
Der Schuldner hat bis zu einem festen Termin Zeit, dass Darlehen einschließlich Zinsen und Gebühren zu bezahlen oder die Vertragslaufzeit zu verlängern. Gesetzlich vorgeschrieben sind eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten und eine Überziehungsmöglichkeit von einem Monat. Danach wird der Gegenstand öffentlich versteigert. Es gibt private und öffentliche Pfandhäuser.